Angstkreislauf

So geben Sie ungewollt der Angst mehr Raum


Kurz, knapp und knackig mit dem ANGST-Kreislauf auf den Punkt gebracht


Welchen Grund gibt es, dass die Angst stets viel Raum einnehmen kann, obwohl Sie dies nicht möchten und es Ihnen damit schlecht geht? 

 

Mit jedem Angst-Schub nehmen Sie sich vor, etwas zu ändern und ehe Sie sich versehen, sind Sie wieder mitten drin und das Rädchen dreht sich unaufhörlich weiter.

 

Ich möchte Ihnen anhand der Abbildung zum "Angst-Kreislauf" einmal kurz, knapp und knackig erklären, weshalb wir uns so schwer tun, aus der Angst, Panik, negativen Gedanken und Gefühlen etc. herauszukommen.

 


 

Hinweis:

Schauen Sie sich bitte die Abbildung zum "Angst-Kreislauf" an und verfolgen gleichzeitig meine schriftlichen Ausführungen.

 

Wir fangen oben an (Abbildung) und gehen jeden einzelnen Punkt im Uhrzeigersinn durch. 


 

Die Angst vor engen, geschlossenen Räumen - die Klaustrophobie - dient hier für Sie als Beispiel.

 


Wir befinden uns zunächst einmal in der "Angstauslösenden Situation"

 

Sie stehen im Flur und warten mit Ihren Kollegen auf den Fahrstuhl.

 

Ein paar Minuten können ganz schön lang sein, denn Sie haben Angst vor engen und geschlossenen Räumen.

 

Die Kollegen halten Smalltalk - Ihnen wird es plötzlich komisch und flau im Magen. Gerade bleibt Ihnen keine andere Wahl, als auf den Fahrstuhl zu warten, denn Sie müssen schnellstens zu einem Meeting in die 12. Etage des Hochhauses. 

 

Mit jeder Minute des Wartens wird es wahrscheinlicher - dass Sie in den Angst-Kreislauf hineinrutschen, denn nun geht es los mit Ihren Gedankenfolgen.

 


Ihre "Gedanken" könnten lauten:

 

  • "Hoffentlich geht es schnell rum"
  • "Reg' dich nicht auf"
  • "Ich würde ja lieber laufen, aber..."
  • "Mir geht's schlecht"
  • "Ich halte das nicht durch"

 

Die Gedanken sind ein weiterer wichtiger Punkt im Angst-Kreislauf

 

Sie malen sich Geschichten aus, die Sie fortsetzen und ausweiten können. Gedankenkino ist angesagt, wenn Sie Ihre Gedanken schalten und walten lassen.

 

Ihre Gedanken machen das Ganze und damit die Angst erst richtig groß.

Mit den Gedanken können Sie überall sein. Zum Beispiel in der Vergangenheit oder in der Zukunft.

 

Weil Gedanken flüchtig sind, macht es das Ganze so schwierig.

 

Stellen Sie sich das einfach so vor:

Sind die Gedanken "im Moment" präsent,  

sind diese im "nächsten Moment" schon wieder auf Verabschiedungskurs.

 

Dies geschieht oft und vielfach unbewusst und läuft in uns wie eine Art Programm/ wiederkehrender Kreislauf ab.


Sie verfolgen den Angst-Kreislauf weiter und befinden sich beim nächsten Punkt den "Gefühlen"

 

Ihre Angst wird stärker, Sie fühlen sich schlechter und würden in Folge am liebsten direkt nach Hause gehen.

 

Im Aufzug stehend, zeigen sich Ihre angstbringenden Gefühle und Gedanken immer deutlicher. 

Ihnen wird heiß und kalt und alles wird gerade seltsam und ist VER-RÜCKT.

Sie haben das Gefühl, Sie stehen neben sich.

 

Gedanken und Gefühle sind eng miteinander verbunden und treten meist kurz nacheinander oder zusammen auf.

 

Das heißt, ein Gefühl zeigt sich und schon ist auch ein Gedanke da oder umgekehrt.

Wir bemerken es kaum, denn dieses Zusammenspiel von Gefühlen und Gedanken geht sehr schnell vonstatten.

 

Schauen wir weiter auf den Angst-Kreislauf. Was passiert?

 



Sie nehmen eventuell Störgefühle wahr, sogenannte "Körper-Reaktionen"

  

Nun dürften Sie starke, körperliche Symptome bemerken wie z.B.

  • Herzrasen
  • Schnelle Atmung
  • Schwindelgefühl
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Magen-Darm-Probleme etc.

 

Durch die Enge und damit verbundene Aufregung sind Sie unruhig und nervös.

 

Ihr Körper spielt förmlich VER-RÜCKT. Sie fühlen sich von einer Sekunde zur nächsten richtig schlecht. Sie haben das Bedürfnis sich übergeben zu müssen und schwitzen, zittern oder verspüren ein Schwindelgefühl.

 

Es ist kaum auszuhalten in der Enge des Fahrstuhles. Und dann noch die "quatschenden Kollegen"!

 

Ihr Körper reagiert und befindet sich in Alarmbereitschaft. Die Angst wird zunehmend stärker. Für Sie wird es schwierig und sehr anstrengend, die Haltung zu bewahren.

 


Die Angst ist für Sie unerträglich geworden und kaum mehr auszuhalten | Hier verändert sich im nächsten Schritt Ihr "Verhalten"

 

 

Die akute Angstsituation kann sich wie folgt auf Ihr Verhalten auswirken:

 

Sie trippeln beispielsweise mit den Füßen auf der Stelle, wiegen Ihren Körper hin und her, um sich zu beruhigen oder Sie verkrampfen und krallen sich am Geländer fest. Sie sind verspannt, wirken verklemmt oder sogar aggressiv auf andere.

 

Ihr Verhalten ändert sich mit Zunahme der Angst.

 

In extremen angstauslösenden Situationen und aktuellen Belastungen kann es sogar zu

  • Starre
  • Kampf oder
  • Flucht

kommen.

 

Die Ur-Instinkte - Starre, Kampf, Flucht - werden vom Gehirn (Hirnstamm) automatisch gesteuert, eine Art Notfallprogramm bei Gefahr.

 

Hier noch klar und objektiv zu denken, ist eher unwahrscheinlich.

 


 

Der Angstkreislauf setzt sich also aus

  • Angstauslösender Situation
  • Gedanken
  • Gefühlen
  • Körper-Reaktionen
  • Verhalten

zusammen.

 

Anders wie hier im Beispiel ist manchmal keine konkrete auslösende Situation erkennbar.

 

Sie merken aber, dass irgendetwas nicht stimmt und können es zunächst nicht erspüren oder erfassen. 

 

Wenn Sie sich beim nächsten Punkt etwas bewusster werden und aufmerksamer sind (was Sie denken und fühlen), dann haben Sie etwas in der Hand.

 

- Der 1. Schritt ist getan -

 

Erhaschen Sie schnell Ihren Gedanken! Und schon ist der Gedanke für einen kurzen Moment angehalten oder sogar weg!  Probieren Sie es aus - es funktioniert.

 

 

Setzen Sie bewusst an Ihren Gedanken an und stoppen diese

Lenken Sie Ihre Gedanken und Gefühle um, können sich Ihre Körper-Reaktionen reduzieren und im nächsten Schritt ändern

 

 

Etwas Wichtiges gilt es  noch zu erwähnen - "Alles hängt mit allem zusammen"

  • Das heißt - denken Sie, hängt wahrscheinlich ein Gefühl mit dran. 
  • Haben Sie eine Körper-Reaktion, dann sind Sie evtl. schon eine Zeit lang am Grübeln?
  • Sie haben sich über den Chef geärgert, dann sind wahrscheinlich Gefühle wie Wut und Ärger vorhanden und es können Körper-Reaktionen wie Kopfschmerzen, Verspannungen etc. auftreten.
  • Verweilen Sie in dem Gefühl der Angst - folgt wahrscheinlich Gedankenkino und Ihr Verhalten könnte "Flucht" sein.

 

Versuchen wir, uns die Abbildung mit dem Angst-Kreislauf regelmäßig gedanklich im Alltag aufzurufen. 

 

Unterbrechen wir das Gefüge, an welchem Punkt im Angst-Kreislauf wir auch immer stehen.

 

So haben wir eine Chance auf Veränderung

 

Sie haben die Möglichkeit mit der piKVT, der praktischen, integrativen und kognitiven Verhaltenstherapie, sowie mit Übungen und Dranbleiben, Ihren angstauslösenden Reiz anzugehen, Gedanken und Gefühle zu lockern, zu lösen und loszulassen.

Damit verbundene Körper-Reaktionen können sich reduzieren und dies wirkt sich wiederum auf Ihre Verhaltensweise aus (siehe Angst-Kreislauf).

 

Versuchen Sie bewusster + aufmerksamer mit Gedanken und Gefühlen umzugehen, achtsamer mit Körper-Reaktionen und angstauslösenden Situationen zu werden, indem Sie in der Situation drauf- und hinschauen.

 

Durch die gezielte und kurze Aufmerksamkeit, wird meist EIN 1. STOPP GESETZT.

 


 

Sie möchten mehr dazu wissen, wie Sie Ihre Gedanken und Gefühle stoppen und Ihren Angst-Kreislauf unterbrechen können?

 

Hier kostenfreie  Artikel/Videos (Hilfe zur Selbsthilfe):

 

Mauselochübung | Artikel zum gezielten GedankenSTOPP

 

Noch mehr kostenfreie Artikel - Praxis AngstfreiAtmen

 

Hier geht es zum Link "YouTubeKanal Praxis AngstfreiAtmen"

https://www.youtube.com/channel/UC91_jLubZGOl08nGvmTwp9A

 


 

Wenn Sie Fragen zu Angst, Panik, Zwang sowie belastenden, immer wiederkehrenden Gedanken haben und Unterstützung brauchen, rufen Sie mich gerne in meiner Praxis unter der Tel.-Nr.: 06126/9571273 an oder schreiben mir eine E-Mail unter praxis@angstfreiatmen.de 

 

 

 

Positiv denken | Gedanken(gut) lenken.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine angstfreie Zeit.

 

Kerstin Zirpel von AngstfreiAtmen

 

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