Mauselochübung



 

Mauselochübung? Was hat sie mit kognitiver Umstrukturierung zu tun? 

Das bewusste Zielen auf einen Gedanken.

 

Gedanken sind meistens nicht die Realität, auch wenn wir davon überzeugt sind.

Auch sind wir nicht unsere Gedanken.

 

Richtig ist - wir haben Gedanken.

 

Diese sind meist unbewusst und automatisch. Gedankendrängen und Geschichten können entstehen. Das sogenannte Gedanken- und Kopfkino kommt in die Gänge.

 


 

Leben Sie evtl. mit diesen Geschichten und dem Kopfkino?

Haben Sie sich einmal Gedanken über die eigenen Gedanken gemacht?

Wissen Sie, dass unsere Gedanken lenkbar sind?

 

Kennen Sie das?

Wir möchten eigentlich entspannen, liegen in der Badewanne. Dann geht es los.

Wir machen uns Gedanken über die Organisation des Tages:

"Nach dem Baden schnell auf die Bank, einkaufen, rasch das Auto noch waschen, bevor es nach Hause geht, dann kochen. Die Kinder sind um 12:00 Uhr von der Schule daheim usw."

 

Oder Sie haben Angstgedanken - hängen in einer Art Angstkreislauf fest?

Auch dies kommt Ihnen bekannt vor?

"Auf einmal war die Angst da. Durch die Angst entsteht ein immer wiederkehrender Kreislauf. Körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden sind z.B. vorhanden. Gedanken, Gefühle und Körpersymptome werden weggedrückt. Der Fokus liegt auf der Angst. Angst vor der Angst, weil schlechte Erfahrungen damit verbunden sind. Erwartungen, dass alles nur noch schlimmer wird. Und wieder darin gefangen. Ständig diese negativen Gedanken und das Gefühl, es hört niemals auf."

 

Wann kommt eine Maus aus ihrem Mauseloch?

Die Maus kommt dann aus Ihrem Mauseloch, wenn diese sich unbeobachtet fühlt.

Sie lauert praktisch auf diesen einen besonderen Moment.

Fühlt sich die Maus beobachtet und weiß davon, dass Ihr Gegenüber sie wahrnimmt, bleibt diese verborgen in Ihrem Mauseloch. Dort ist sie sicher und gut aufgehoben.

 

Weshalb gerade die Mauselochübung?

 

Erkennen wir unsere Gedanken und verändern Sie in einem nächsten Schritt.

 

Die Mauslochübung setzt am Intimsten an, was wir besitzen - nämlich unseren Gedanken.


Wir "lauern" auf den Gedanken - wie die Maus in Ihrem Mauseloch, die ihren Kopf herausstreckt, um zu sehen, ob sie "freie Bahn" hat. Niemand soll die Maus beim Raushuschen bemerken.

 

Wir warten also auf unseren nächsten Gedanken, sind neugierig. Zielen bewusst auf das, was sich offenbart. Zunächst wird Stille einkehren, weil wir den Fokus dorthin lenken. 

Versuchen wir dranzubleiben, konzentrieren wir uns. Unsere Aufmerksamkeit wird quasi auf den BEWUSSTEN GEDANKEN gelenkt.

Seien Sie gespannt, was sich für ein Gedanke zeigt? 

 

Sie werden bemerken, es wird einen Moment dauern.

39 Sekunden, eine Minute, vielleicht auch länger, bis sich ein Gedanke zeigt.

Testen wir es aus. Fangen wir am besten gleich an. 

      

Wenn wir unsere Konzentration und Aufmerksamkeit auf etwas anderes richten, verändern und beeinflussen wir unsere Wahrnehmung und somit unsere Gedanken, Gefühle und Verhalten.

 

Beobachten Sie - was es in Ihnen denkt, wenn sich mal wieder ein nicht zielführender, automatischer Gedanke zeigt. Eben eine Geschichte drumherum entsteht.

 

Sie können automatische Gedanken z.B. daran erkennen, dass diese sich impulsartig, rasch und spontan zeigen.

 

Hier ist es gut zu wissen - dass wir uns BEWUSST entscheiden können, ob wir unsere Gedanken in eine negative oder positive Richtung lenken möchten. Dies ist möglich. Wie z.B. mit der Mauselochübung.

 

Ich wünsche Ihnen Mut, ein guter Beobachter Ihrer Gedanken zu werden. Bleiben Sie dran.

 

Sie sind interessiert an den Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie - praktisch & integrativ - gemacht? Die piKVT bietet etliche Möglichkeiten Gedanken aufzugliedern und in eine positivere Richtung zu lenken.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Viel Erfolg beim Beobachten und Erkennen Ihrer Gedanken.

 

Positiv Denken, Gedanken(gut) lenken.

Ihre Kerstin Zirpel von AngstfreiAtmen

 

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