GehirnFahrstuhl | Auf und Ab der Gedanken+Gefühle


Eben noch im klaren Denken und schon sind wir im extremen Gefühl. Jeder von uns kennt das.

 

Was passiert im einzelnen in unserem Gehirn und warum wir dies mit einem Fahrstuhl vergleichen können, lesen Sie hier:



 

Heute gehe ich auf drei Teile des Gehirnes ein. Diese sind aktiv oder auch passiv wenn wir 

  1. logisch denken (siehe Bild = GRÜN "3")
  2. im Gefühl sind (siehe Bild = GELB "2")
  3. im Notfallprogramm "unterwegs sind" (siehe Bild = ROT "1").

Der vordere, obere Teil (hier in grün das 3. Stockwerk) ist der präfrontale Cortex, auch PC, genannt. Hier befinden wir uns in dem Teil des Gehirnes, in dem wir logisch und klar denken können. Hier sind wir kreativ, finden umsichtige Lösungen, denken vorausschauend. Die Sprache, Handlungen, Planungen werden z.B. von hier gesteuert. Der "PC" ist zuständig für rationales, systematisches und strukturiertes Denken. Hier findet unser bewusstes Erleben statt.

 

Eine Etage tiefer (der gelbe Bereich im Erdgeschoss) ist das limbische System.

In diesem Teil des Gehirns sind unsere Emotionen beherbergt, hier haben wir (starke) Affekte - z.B. Angst, Wut, Scham oder diverse Stimmungslagen. Mal himmelhoch jauchzend - im nächsten Moment tief betrübt. All unsere Gefühle werden im limbischen System gesteuert.

 

Im Untergeschoss, d.h. im Keller - (hier im Bild der rote längliche Teil) befindet sich der Hirnstamm. Der Hirnstamm steuert unsere Reflexe und Instinkte bei immensem Stress. Hier können wir uns z.B. im Kampf, auf der Flucht oder in der Starre befinden. Befinden wir uns im Hirnstamm startet unser "Notfallprogramm". Der Hirnstamm ist ebenfalls für die Kontrolle von körperlichen Prozessen wie z.B. von

  • Herzfrequenz/Blutdruck,
  • Steuerung der Atmung, Körpertemperatur
  • Koordination von Wach- und Schlafzustand, 
  • Reflexe wie Husten, Erbrechen, Schlucken,
  • Muskelbewegungen und Gleichgewicht,

zuständig.

 

Nun wissen wir, wofür die jeweiligen 3 Teilbereiche zuständig sind und was sie im einzelnen bewegen oder verursachen können. Eine detaillierte Aufschlüsselung ist wichtig für unser Verständnis bezüglich des GehirnFahrstuhls.

 

Noch ein paar Info's zum GehirnFahrstuhl:

 

Bei steigendem Druck stürzen wir "Stockwerk für Stockwerk" ab!

Wir greifen zu gewöhnlichen Handlungen, anstatt neue Ideen zu entwickeln, weil diese sich in der Vergangenheit bewährt haben.

 

Wenn das nicht mehr geht, bewegen wir uns noch tiefer in Richtung alter, gewohnter Kindheitsmuster hinein, wie z.B. das typische Türen knallen, mit den Füßen stampfen oder mit der Faust auf den Tisch hauen.

"Diese Gehirn-Verschaltungen" sind gut gebahnt. Diese laufen im Gehirn von alleine ab, denn wir kennen diese ja schon eine gefühlte Ewigkeit.

 

Unter Umständen stürzen wir ganz in den Kellerbereich -  in den Hirnstamm - ab. Bei immensem Stress springen Notfallprogramme an, nämlich aktiv zum Kampf oder zur Flucht, sowie passiv in die Starre. 

 

Ein wichtiger Leitsatz der piKVT lautet: Erst "E", dann "K" - alles klar!

Sind die "E"motionen erst einmal abgebaut, kommen wir zurück in die "K"ognition - das heißt, ins klare logische Denken - in unseren PC zurück.

 

So wie der Fahrstuhl sich nach oben und unten bewegt und seinen Dienst verrichtet, so können  wir uns im Denken und in unserem Fühlen jeden Tag mehrmals bewegen.

 

Sind wir dann tatsächlich mal in unseren Emotionen "gefangen", kommen schlecht wieder heraus, bietet die kognitive Verhaltenstherapie (piKVT), praktische & integrative Methoden - wie den X Prozess. Eine alltagstaugliche und zielführende Methode.  Der X Prozess findet als Entspannung und Musterunterbrechung eine effektive Anwendung, um wieder ins klare, logische Denken zurückzukommen.

 

Sie haben mit Interesse den Artikel gelesen und möchte weitere Fragen zum GehirnFahrstuhl beantwortet haben?  

 

Lassen Sie mir ein Kommentar unter dem Artikel da oder schreiben mir eine Mail unter praxis@angstfreiatmen.de | Ich freue mich über Ihre Referenz.

  

 

Positiv denken. Gedanken(gut) lenken.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

 

Ihre Kerstin Zirpel von AngstfreiAtmen

 

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