Nichts hören | Nichts sehen | Nichts sprechen



Kennen Sie die 3 Little Buddha? Welche Bedeutung könnten sie haben?

 

Nun, den ganzen Tagen haben wir Gehör für unsere Kinder, Kollegen, dem Partner, Freunden etc. – bis wir abends schlafen gehen. Jeder erzählt und möchte gehört werden.

 

Wir schlagen morgens unsere Augen auf und bekommen den ganzen Tag Bilder in unser Gehirn übermittelt.

 

Unser Augenlicht ermöglicht uns – einiges an Farben und Gegebenheiten aufzunehmen.

Eine breite Palette an Eindrücken, die auf uns einprasseln.

 

Und zu guter Letzt - wer von uns hat nichts zu erzählen? Unser Kommunikationsmittel schlechthin, unser Mund. Unser Sprechorgan, kaum aufgemacht, kommen Laute, Melodien und viele Geschichten heraus. Mal angenehm, positiv, negativ, nervig und anstrengend etc.

 

Haben Sie sich schon einmal überlegt, unsere Sinne nur für sich zu nutzen?

 

Dies bringt Ruhe und Ausgeglichenheit, Bewusstheit und Achtsamkeit für den Alltag. Sich selbst (zu)hören, sich selbst sehen und mit sich selbst reden?

 

Wie soll das gehen?

Nun, wie wäre es, wenn wir öfter in uns hineinhorchen, uns selbst zuhören?

Oder wenn wir mit anderen Menschen sprechen.

 

Versuchen Sie mal den Klang Ihrer eigenen Stimme bewusst wahrzunehmen.

Haben Sie das schon einmal gemacht? Sich selbst zugehört – einfach so?

Mit welcher Geschwindigkeit sprechen wir?

 

Zugegeben – es ist nicht ganz einfach, weil wir uns auf unser Gegenüber und unser Gespräch konzentrieren. Sie sind es nicht gewohnt. Und es hört sich etwas verrückt an.

Jedoch ist es interessant, denn Sie können sich so selbst ein Stück mehr kennenlernen.

 

Jetzt zum Sehen.

Wir lassen uns gerne vom Visuellen „ablenken“. Die tollen Farben, Formen, Größen lassen uns meistens im Außen unterwegs sein. Was sehen wir den ganzen Tag lang?

 

Hier ein wenig überzogen; den Chef mit der schiefen Krawatte, die Hosenbeine sind zu kurz, ach die Frisur ist nicht akkurat, und hast du gesehen – kein Ehering mehr an...– alles sehr anstrengend und weit weg von uns selbst.

 

Können Sie sich vorstellen, Ihren Blick nach Innen zu richten? Sich selbst einen wohlwollenden Blick zuwerfen?

 

Und was passiert mit uns beim Sprechen?

Haben Sie mal bemerkt, wenn wir denken – dass wir gerne „unsere Nachrichten“ direkt ins Außen tragen. Uns mitteilen wollen, was da gerade mal in uns hochkommt - an Gedanken, Gefühlen oder Impulsen.

 

Wie Sie wissen, sitzen wir abends auf unserer Couch, sind voll gepumpt mit Informationen.

Mal mehr – mal weniger. Den ganzen lieben Tag lang viel zugehört, geredet und einiges gesehen und wenn es „nur“ die Zahlen vom Computer waren.

 

Was macht das mit uns? Sind wir da wir selbst? Können wir gut entspannen, wenn all dies auf uns hernieder prasselt?

 

Versuchen Sie doch mal – auf Ihre eigene innere Stimme zu hören.

Den Blick nach Innen zu richten – mehr Bewusstheit für sich, Ihren Körper, Ohren, Augen zu spüren. Ihre Stimme zu schonen, indem Sie einfach mal gar nichts sagen und die Ruhe für sich - im Innen - genießen.

 

Wenn Ihnen das Zuhören zu viel wird, versuchen Sie den Außenlärm abzustellen.

 

Eine Minute Zeit für sich reicht für‘s Erste, um 3 bis 5 mal entspannt durchzuatmen, die Füße am Boden zu spüren und im Hier und Jetzt zu sein. Sich wahrnehmen, mal wohlfühlen.

 

Fangen Sie heute oder morgen gleich damit an. Wichtig ist, bleiben Sie dran. Machen Sie sich immer wieder bewusst, wenn es gerade wieder zu viel wird, dass es für Sie ist. Und das Sie sich sehr wichtig sind.

 

Kleine Schritte werden zu großen Schritten. So können Sie etwas im Alltag bewegen.

Anfangen statt Perfektionismus.

Dranbleiben am Richtigen und Wichtigen. Eben bei sich.

 

Viel Erfolg bei all Ihrem Tun.

 

Ihre Kerstin Zirpel von AngstfreiAtmen

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