NEU - FALLBEISPIEL Marianne | Angst vor der Angst | Panik



Etliche informative Artikel über die piKVT-Methoden sind bereits geschrieben, Videos auf meinem youTube Kanal Praxis AngstfreiAtmen hochgeladen und veröffentlicht worden. 

 

Sie finden mp3 und pdf-Dateien auf meiner Webseite www.angstfreiatmen.com und können diese entsprechend bei Bedarf herunterladen.

 

Sie haben die Möglichkeit,

  • sich einzulesen,
  • zuzuhören,
  • zu entspannen,
  • zuzusehen, 
wie Sie praktisch und integrativ – mit der kognitiven Verhaltenstherapie bei Ängsten, Panik, Zwang, "Hamsterrad Feeling" etc. alte Muster unterbrechen können und dabei mehr und mehr Herr/Frau Ihrer eigenen Gedanken, Gefühle und Verhalten werden.

 

Nun möchte ich einmal etwas ganz anderes machen. Etwas Neues ausprobieren

 

Ich stelle Ihnen heute ein Fallbeispiel mit der "Fast Phobia Cure" vor.

Diese Methode findet in der praktischen, integrativen und kognitiven Verhaltenstherapie (piKVT) eine effektive Anwendung.

 

Ich berichte über eine Klientin und was diese sich in einer Sitzung erarbeitet hat. Aus datenschutzrechtlichen Gründen verzichte ich auf die Angabe von Namen/Herkunft bzw. Daten werden in abgeänderter Form wiedergegeben.

 

Zur besseren Übersicht habe ich mir folgendes überlegt:

  • Allgemeines ist weiter in BLAU gehalten,
  • Sitzungsinhalte sind in GRÜN und kursiv hinterlegt.

 

Ich nenne meine Klientin Marianne.

Diese kommt seit ca. 6 Monaten zur mir. 

 

Sie ist Mitte 20, verheiratet + Kinderwunsch.

Marianne kommt in meine Praxis AngstfreiAtmen auftragsgebend wegen Angstzuständen und Panikattacken.

 

Anfänglich haben wir mit Sitzungen im 2-Wochen-Takt begonnen.

Danach  folgend in 3- bis 4 Wochen-Abständen.

Wir sind aktuell bei einem 6 Wochen-Rhythmus.

 

Insgesamt war Marianne 7 x in meiner Praxis AngstfreiAtmen.

Mittlerweile ist sie frei von Panik. Den Verlauf hat sich Marianne auf einer Liste schriftlich festgehalten. Die Panikfreiheit besteht seit ca. 8 Wochen.

 

Marianne ist sehr zielstrebig und fleißig. Das kommt ihr zugute.

Sie setzt das hier Erlernte direkt in Ihrem Alltag um.

 

Sie erhält in meiner Praxis AngstfreiAtmen praktische und integrative Methoden an die Hand, die ihr Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

 

Noch einmal Allgemeines zum Sitzungsverlauf vorweg: 

 

Wir nehmen das Thema, was sich im Hier und Jetzt zeigt.

D.h., das Aktuelle, was meine Klienten am meisten beschäftigt und belastet.

 

Wir "graben" nicht  in den Tiefen.

Der Klient trifft die Entscheidung, inwieweit er sich öffnen möchte.

Es besteht kein Zwang, in einer gewissen Zeitspanne sein Thema abzuarbeiten. Alles Stück für Stück und weniger ist besser. Alles darf und kann sein. Ganz nach der Devise der piKVT-Methoden.

 

Marianne und ich besprechen erst einmal, wie es ihr geht.

Wie die letzten 4 bis 6 Wochen verlaufen sind.

Wie die Hausaufgaben (JA – Sie haben richtig gehört) funktioniert haben. 

 

Hausaufgaben sind wichtig. Denn Übungen zwischen den Sitzungen, d.h. in unserem Alltagsgeschehen, geben uns die Chance  etwas zu verändern, etwas anders zu machen und Neues zu probieren.

 

So verändern wir neuronalen Gehirn(Auto)Bahnen in unserem Gehirn.

 

Dies hat auf längere Sicht gesehen viele Vorteile für

  • unser Denken,
  • für unser Fühlen
  • und unser Verhalten.

Marianne lernt am eigenen Beispiel - sprich mit ihren Themen – wie sie es anders anwenden kann und setzt dies in einem nächsten Schritt z.B. für Beruf, im Freundeskreis, oder in ihrem Alltag um.

 

 

Also praktisch und integrativ gesehen:

"Do it yourself im eigenen Geschehen."

 

 

Nachdem wir besprochen haben, wie die letzten Wochen verlaufen sind, folgt eine Mini-Entspannung. Erden, ankommen, zu sich kommen, dies ist wichtig. PAUSEN machen!

Dies verhilft Marianne sich besser auf sich selbst und mich einzulassen. Eben konzentriert(er) und fokussiert(er) zu sein. Sich selbst und im eigenen Körper wahrzunehmen und zu spüren.

 

Nun geht es weiter mit Wohlfühlerlebnissen. Ja, Sie haben richtig gehört.

Marianne hat u.a. die Aufgabe, 3 Wohlfühlerlebnisse (das sind schöne und einfache Erlebnisse aus dem Leben... wie etwa ein toller Sonnenuntergang) mitzubringen. Diese werden u.a. hier in meiner Praxis AngstfreiAtmen „verankert“, damit sie von positiven Erlebnissen in „schlechten Zeiten“, z.B. bei Angst vor der Angst oder Panik, zehren kann.

Ist dies geschafft, geht es weiter im Prozess. Marianne wird von Sitzung zu Sitzung und Anwendung in den Zwischenräumen sicherer mit den Methoden.

 

Was passiert im Prozess, was ist damit gemeint?

 

Der Klient ist der Themen-Experte in seinem Prozess.

D.h. Marianne weiß über ihr Thema am besten Bescheid.

Der Therapeut ist der Prozess-Experte.

Als Therapeutin begleite ich als "Prozess-Expertin" Marianne sicher durch den Sitzungsverlauf.

 

 

Sprich, verändern wir unsere Gedanken- und Verhaltensmuster hat dies einen Vorteil. Dies weiß Marianne bereits. Die piKVT-Methoden finden in ihrem Alltag bereits effektive Anwendung beim Thema - Angst vor der Angst | Panikattacken.

 

Und trotz allem wittert ihr „Troll“ – liebevoller Name für's Unterbewusstsein - die Chance und zeigt sich immer mal wieder, wenn Marianne Stress hat. Dies ist menschlich und normal.

 

So fragt sie mich beim letzten Termin.

 

„Jetzt bin ich schon so gut mit dem X Prozess, mit dem Wohlfühlanker und den Wohlfühlerlebnissen, mit anderen piKVT-Methoden, wie kann das sein, dass ich wieder so zurückfalle?“

Ich sehe dies etwas anders, denn sie macht ihre Sache gut, setzt um und gibt sich Mühe, immer besser für sich selbst zu werden.

 

Ich erkläre Ihr das Eisbergmodell und das dynamische Entwicklungsmodell. Weniger ist besser und noch einmal, was mit unseren neuronalen Gehirn(Auto)Bahnen und unserem Unterbewusstsein passiert. "Der Troll (Unterbewusstsein) nutzt unseren Stress und Anspannungen, Augenblicke der Unachtsamkeit als Schlupfloch" und lässt keine Gelegenheit aus, sich immer wieder bemerkbar zu machen.

 

Weiter mit der Sitzung:

Heute gehen wir zusammen in die "Fast Phobia Cure".

D.h. wir sind mit Mariannes Thema in einer Art Kinosaal und Kinofilm.

 

Die Fast Phobia Cure steht für Distanzierung und Blickrichtungswechsel zum eigenen

(Reiz)Thema, hier die Angst vor der Angst | Panikattacken.

 

Marianne lässt sich anfangs schwer(er) darauf ein.

 

Zum Verständnis:

Dies ist normal, wenn wir etwas Neues tun, etwas noch nie Gemachtes.

 

Dies fühlt sich für Marianne schwierig und schleppend an.

Doch Marianne vertraut, macht mit und es funktioniert.

 

Sie weiß - "für den Notfall "- ist der X Prozess da. Der holt sie dort raus. Frau Zirpel passt zusätzlich auf.

 

Was ist die Fast Phobia Cure und wie ist die Vorgehensweise?

 

Marianne sitzt in ihrer Vorstellung im Kinosaal ihrer Wahl. Danach befindet sie sich auf der Vorführkanzel neben dem Filmprojektor. Sie betätigt die jeweiligen Knöpfe (Licht, Vorhang, der Film fängt an zu laufen).

 

Ihr Film, sprich ihr eigenes Thema – läuft vor ihrem inneren Auge ab.

In Farbe. In ihrer Geschwindigkeit.

Marianne macht kurz vor dem Höhepunkt ein Stopp.

Fliegt in ihrer Vorstellung in ihren eigenen Film - in das Standbild - hinein. Macht anschließend das Standbild schwarz-weiß.

 

Ich leite durch den Prozess - Mariannes Prozess.

Stück für Stück in ihrem eigenen Rhythmus. Wichtig ist, dass es Marianne gut geht.

 

Wir lassen den Film in Farbe schnell zurücklaufen bis zu seinem Anfang.

Marianne steigt aus dem angehaltenen Film aus. Schwebt zurück zur Vorführkanzel hinauf. Betätigt Licht und Vorhang. Wieder runter in Ihren Körper in die mittlere Reihe des Kinosaals. Sieht sich dort sitzend auf die Leinwand sehend.

 

Die Fast Phobia Cure ist (ein) Mittel der Wahl, um eine Distanzierung oder Blickrichtungswechsel zum eigenen (Reiz)Thema zu schaffen.

 

Erfahrungsgemäß reicht eine o.g. Runde in der Regel nicht aus.

 

Marianne geht in ihrer Sitzung 5 x in die Methode der "Fast Phobia Cure" hinein.

 

Während der Sitzung ist es mir wichtig zu wissen, wie es meinen Klienten geht und eine Skalierung ist bedeutsam. Beschreiben können wir diese als eine Art "Gefühls- und/oder Gedanken-Barometer".

Denn Sicherheit im Sitzungsprozess hat oberste Priorität.

 

Hier zur Erklärung:

  • Skalierung   0   =   NICHTS                     
  • Skalierung   5   =   MITTELMÄßIG        
  • Skalierung 10   =   HOCH                                   

 

Mit folgenden Skalierungen geht Marianne in „Ihren Kinofilm | in Ihr Thema“ hinein:

  • Runde 1        Skalierung 7            
  • Runde 2        Skalierung 5          
  • Runde 3        Skalierung 4           
  • Runde 4        Skalierung 2           
  • Runde 5        Skalierung 2           

 

Von Mal zu Mal, d.h. von Runde zu Runde, minimieren und reduzieren sich die unangenehmen und angstmachenden Gedanken und Gefühle.

 

Die letzte Runde – die Runde 5 – ist die Runde für den Therapeuten.

D.h., für mich ist dies wichtiges Testen.  Marianne ist es gelungen mit Hilfe der "Fast Phobia Cure", die Skalierung von 7 auf eine 2 zu minimieren. 

 

Sie erklärt mir nach der Fast Phobia Cure, dass sie stolz ist, wieder etwas Neues gelernt zu haben, um sich selbst helfen zu können.

Eine zusätzliche Methode zum Distanzieren und Loslassen.

 

Die Funktionalität der Fast Phobia Cure hat Marianne überzeugt und die damit verbundene positive Blickrichtungsänderung.

 

Sie erklärt mir, dass mit jeder Runde „Kinofilm“ – sich ihr negatives Gefühl und dazugehörige Gedanken minimiert haben.

Sie bemerkt außerdem, dass sie mit jeder Runde lockerer wird und Ihr eigenes Thema sie Stück für Stück weniger belastet.

Anspannungen vom Körper wie z.B. von Schultern und Nacken haben nachgelassen.

 

Marianne geht entspannt und mit einem angenehmen Gefühl der Wärme im Körper auf einer Skalierung von 1 im negativen Bereich (also im gut vertretbaren Rahmen) aus meiner Praxis AngstfreiAtmen. 

 

Das zum "Fallbeispiel Marianne | Angst vor der Angst | Panik" und eine meiner Methoden der praktischen, integrativen und kognitiven Verhaltenstherapie.

 

Immer wieder spannend, individuell auf den Klienten zugeschnitten. Zielführend, lösungsorientiert, alltagstauglich und flexibel.

 

Sie haben mit Interesse den Artikel gelesen oder dieser hat Ihnen zugesagt, Sie haben weitere Fragen? 

 

Lassen Sie mir ein Kommentar unter dem Artikel da oder schreiben mir eine Mail unter praxis@angstfreiatmen.de | Ich freue mich über Ihre Referenz.

  

 

Positiv denken. Gedanken(gut) lenken.

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

 

Ihre Kerstin Zirpel von AngstfreiAtmen

 

 

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